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Die Lädine vom Bodensee

Das besondere Segelerlebnis mit der St.Jodok

Eine Lädine ist ein historischer Lastensegler, der als Schiffstyp zwischen dem 14. und dem 20. Jahrhundert für die Dauer von etwa 500 Jahren auf europäischen Binnengewässern in Gebrauch war. Am Beispiel des Bodensees lässt sich sagen, dass dort wertvolle Speisesalzfrachten aus Bayern nach Westen verschifft wurden, Baumaterialien und landwirtschaftliche Produkte von den übrigen Anrainerorten des Sees in umgekehrter Richtung. Bei steifer Brise brauchte eine Lädine für die insgesamt 63 Kilometer längs des Bodensees etwa 8-10 Stunden. Weiterhin sind auch Getreide und Fässer mit Wein als historisches Transportgut bekannt. Zum Wein-Transport wird berichtet, dass es als Lohn für die Mannschaft typischerweise ebenfalls Wein gab, so dass ein Platz in der Crew bei solch einer Fahrt hoch begehrt war und schon auf der Hinfahrt üppig vom Naturallohn konsumiert wurde.Gemäß dem damaligen technischen Wissensstand bediente man sich bauchiger, flacher hölzerner Einmaster-Kähne, die mit einem riesigen Rahsegel vor dem Wind segeln konnten. Bei Windflaute musste man entweder rudern, treideln oder am Ufer staken, um zum Zielort vorzustoßen.Am Bodensee gibt es heute noch eine einzige Lädine, die "St.Jodok". Sie wurde restauriert und 1999 ließ das Schiff wieder ihre Leinen los. Der historische Holzsegler bietet eine wunderschöne Fahrt auf dem Bodensee und macht das Segeln zu einem besonderen Erlebnis.

Weitere Informationen unter:

Lädinen-Verein Bodensee e.V.
Bachstraße 17
88090 Immenstaad
Telefon: 07545 9010929
Fax: 07545 9010947
E-mail: laedinenverein@gmx.de
Internet: http://www.laedine.de/


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